Rosiener Notizen

Vom und über das Land

Ein Jahr und ein Monat ist der Umzug nach Rosien in die idyllische Elbtalaue heute exakt her. Einerseits hat sich in dieser Zeitspanne viel ereignet. Auf dem Grundstück! Darüber hinaus ist aber leider nichts passiert. Das gesellschaftliche/öffentliche Leben stand coronabedingt auch in der Gemeinde Amt Neuhaus still.

Malus Rudolph © GvP

Der traditionelle Frühjahrsempfang des Bürgermeisters konnte im letzten und in diesem Jahr ebenso wenig stattfinden wie das Treffen mit den neu Hinzugezogenen, das Bürgermeister Andreas Gehrke sich nach seiner Wahl im Herbst 2019 vorgenommen hatte. Der Kulturverein für Bürgerbegegnungen, dem ich seit August 2020 angehöre, sah sich sämtlicher seiner Aktivitäten beschnitten. Der Arbeitskreis „Carl-Peters-Stein“, dem ich aufgrund eines Beitrages auf den Rosiener Notizen verpflichtet wurde, konnte seither lediglich ein Mal tagen. Virtuell, versteht sich. Und das auch nur bei sehr geringer Beteiligung. Ähnlich ist es dem „Leitprojekt Grenzgeschichte(n)“ der Metropolregion Hamburg ergangen, an dem ich dank meiner Mitgliedschaft im Kulturverein teilhaben darf. Wir saßen im vergangenen Jahr im September ein einziges Mal als Gruppe in Ratzeburg zusammen. Unser zweites und bisher letztes Treffen war nur noch virtuell möglich.

der Flieder blüht © GvP

Vieles, was ich mir vorgenommen hatte – mich in der Gemeinde einzubringen, am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzuhaben, Kontakte zu knüpfen – hat die Pandemie vereitelt. Das ist traurig. Mit Bauchschmerzen sehe ich den hiesigen Kommunalwahlen entgegen. Wen soll ich für den Rat der Gemeinde bestimmen? Da keine Veranstaltungen oder Informationsabende stattgefunden haben, kenne ich weder die Gesichter, noch weiß ich, wofür jene stehen, die sich dann zur Wahl stellen.

Mich versöhnt das, was dennoch alles möglich geworden ist. Trotz Pandemie, Maskenpflicht und Abstandsregeln durfte ich zugewandte und hilfsbereite Menschen kennenlernen und sogar eine Freundschaft schließen. Mir fehlt es hier an nichts. Im Gegenteil: ich habe mehr bekommen als ich es mir vor dem Umzug erhofft hatte. Ich bin glücklich. Dazu tragen auch 117 Sträucher und Bäume bei, die in den vergangenen zwölf Monaten in meinem Garten gepflanzt wurden. Sie treiben aus und der Rasen wuchert. Obwohl von Frühling bisher kaum die Rede sein kann.

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