Rosiener Notizen

Vom und über das Land

Unbenommen: es ist eine Bereicherung, nein: es ist ein großes Glück ein Stückchen Land sein eigen nennen zu dürfen. Dort einen Garten anzulegen, diesen zu hegen und zu pflegen bedeutet zwar sehr viel Arbeit, macht aber Freude und bietet einen guten Ausgleich zum Alltag und dem Beruf. Nicht zuletzt trägt das zur körperlichen Ertüchtigung bei. …

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Die Gartensaison hat begonnen. Die Dritte. Wohlgemerkt: erst die Dritte in meinem Leben, da bis zu meinem Umzug nach Rosien keine Notwendigkeit bestand, zu gärtnern. Erstens: ich war nicht interessiert. Zweitens: meine Lebensumstände forderten derartige Fertigkeiten nicht ab. Und Letztens: meine Hinwendung zu Botanik, Floristik und Vegetation beschränkte sich darauf, in Gärten und Parks zu …

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Die zehnte Folge in dieser losen Reihe dürfte für diese Saison die letzte sein. Denn der Garten gibt Ruhe, er braucht mich nicht mehr. Abgesehen vom Laub, das zusammengekehrt und auf dem Komposthaufen entsorgt sein will, fordert er mir nichts mehr ab. Er zieht sich in sich zurück, kapselt sich ein, um im Winterschlaf Kraft …

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Im Grunde genommen habe ich mit Gärtnern nicht viel am Hut. Was nicht im Widerspruch zu der Tatsache steht, dass ich viel Gärtnere. Ich muss Unkraut jäten. Akribisch, um nicht zu sagen: besessen. Frei nach der Devise „wehrte den Anfängen“ rücke ich den Wildkräutern bereits dann zu Leibe, wenn sie sich anschicken, aus dem Erdreich …

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Etwas mehr vom Gärtnern als im vergangenen Jahr verstehe ich mittlerweile. Habe die Acker-Kratzdisteln halbwegs im Griff, komme mit Rindenmulch und dem Dosieren von Dünger besser zurecht und kann auf mein ausgeklügeltes Bewässerungssystem mit integrierter LED-Beleuchtung zu Recht stolz sein. Was wo in meinem Garten gepflanzt wurde, kann ich Besuchern inzwischen auch aus dem EffEff …

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Mutmaßlich langweile ich Tante S. während unserer regelmäßigen Telefonate. Möglicherweise fordere ich ihr dabei sogar viel ab? Da einer 86-Jährigen, die nicht gut zu Fuß ist, im Alltag, allemal unter Corona-Bedingungen, nicht allzu viel geboten ist, drehen sich unsere Gespräche zwangsläufig um mich. Verstanden hat Tante S. nie, warum ihr Patenkind aufs Land zog. Sie …

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Da der Mai verregnet war, fiel das Gärtnern dem Wasser zum Opfer. Naiv wie ich in der Sache (noch) bin, redete ich mir ein, so der Wonnemonat seinem Namen keine Ehre macht, muss ich im Garten nichts machen. Zu meiner Ehrenrettung sei angemerkt, dass der Garten im Mai seinem Namen ebenfalls keine Ehre gemacht hat. …

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Bislang habe ich, wenn der Frühling erwacht ist, häufig an Frank Wedekind denken müssen. Jedoch nicht an sein bekanntes Drama, sondern an dessen erotische Tagebücher, die Gerhard Hay (1939 – 2014) einst transkribiert und 1986 herausgegeben hat. Ein Werk, das zu jenen gehört, die ich in Ehren halte. Weniger wegen der darin befindlichen intimen Widmung …

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Geteilte Freude ist doppelte Freude, sagt man. Nun, ein Quäntchen Altruismus gehört da wohl dazu. Ich teile – freilich nicht nur die Freude – mit Hundi. Lotta-Filipa, die seit dem 20. Juli 2013 mit mir lebt. Ein Findelkind, das im zarten Alter von sechs Wochen an einem Berliner See in einem Pappkarton aufgefunden wurde. Mutmaßlich …

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Im ökologischen Acker- und Gemüsebau stellen Acker-Kratzdisteln ein ernsthaftes Problem dar, weil sie es drauf haben, sämtliche Kulturpflanzen zu unterdrücken. Las ich in der einschlägigen Garten-Fachliteratur, die ich neuerdings zur Kenntnis nehme. Ich habe zudem nach meinem Umzug aufs Land die Erfahrung gemacht, dass Acker-Kratzdisteln schneller als Pilze aus dem Boden schießen und ihrem Namen …

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